Rentenfonds: Langfristig ein solider Baustein fürs Depot
Rentenfonds bieten dem Anleger die Möglichkeit, ohne eine Beteiligung an Unternehmen und den damit verbundenen Risiken sein Vermögen zu mehren. Was macht eigentlich ein Rentenfonds?
Ein Rentenfonds investiert das ihm anvertraute Vermögen in Anleihen. Je nach Ansatz können diese von privaten Unternehmen oder aber von öffentlichen Emittenten stammen. Auch eine Mischung aus beidem ist möglich. Die Erträge eines Rentenfonds setzen sich demnach aus bis zu sechs Komponenten zusammen.
An erster Stelle stehen die Zinseinnahmen, die durch die fälligen Kupons der im Portfolio befindlichen Wertpapiere dem Fondsvermögen zufließen und so die Anteilswerte erhöhen. Darüber hinaus wird der Kurswert eines Rentenfonds durch die Entwicklung an den Rentenmärkten bestimmt. Bondpreise können fallen oder steigen.
Ein Rentenfonds, der nicht nur in Europa, sondern in der ganzen Welt investier
t hält unter anderem Papiere, die auf andere Währungen lauten. Folglich bestehen die Erträge eines solchen Fonds zum Teil auch Devisenkursgewinnen – oder entsprechenden Verlusten. Je nachdem, wie der Fonds strukturiert ist, können die Wertschwankungen zum größten Teil durch Geschehnisse am Devisenmarkt beeinflusst werden.
Eine weitere Ertragsquelle für Rentenfonds besteht im Verleih von Wertpapieren. Anleger, die ein bestimmtes Papier leer verkaufen möchten, leihen es sich beim Fonds und zahlen dafür eine Gebühr.
Ist ein Rentenfonds zur langfristigen Mehrung des Vermögens geeignet? Diese Frage ist eindeutig mit „Ja“ zu beantworten. Auch wenn ein Bondinvestor auf lange Sicht nicht die Renditen des Aktienmarktes erwarten kann, so dient ein Entenfonds doch zur Stabilisierung der Erträge eines Portfolios. Sie können insbesondere auch dann positive Renditen erwirtschaften, wenn die Aktienmärkte sich in einer weniger guten Verfassung befinden. Die Kurse von Rentenfonds steigen in der Regel in einem von fallenden Zinsen geprägten Umfeld. In solchen Zeiten verläuft die Konjunktur oft schleppend; eine bessere Streuung durch die Aufnahme eines Rentenfonds ins Portfolio ist folglich wahrscheinlich.
Anleger sollten sich vor dem Erwerb eines Fonds über dessen Struktur im Klaren sein, um die Risiken besser einschätzen zu können. Zunächst einmal sollte geklärt sein, welches Rating ein durchschnittliches im Fonds befindliches Papier besitzt, um das Risiko einschätzen zu können, mit dem Ausfälle zu erwarten sind. Darüber hinaus sollte sich der Investor bewusst sein, in welche Regionen der Fonds investiert und welche Duration vorliegt. Dann kann eigentlich nichts mehr passieren.