Investmentfonds
Ein Investmentfonds sammelt Gelder von vielen Anlegern ein und legt sie nach festgelegten Prinzipien an. Dafür beschäftigt die Fondsgesellschaft ein Research Team sowie einen oder mehrere Fondsmanager, die die Märkte beobachten und laufend nach attraktiven Anlagemöglichkeiten Ausschau halten.
Investmentfonds können in Aktien, Anleihen, Immobilien und auch andere Investmentfonds investieren.
Der Anleger, der einen Fonds kauft, erwirbt Anteilsscheine, die er börsentäglich veräußern kann.
Der Vorteil von Investmentfonds liegt in der schon bei kleinen Anlagebeträgen möglichen Diversifikationskomponente, die für den Privatanleger auf Grund zu hoher Kosten nicht erreichbar wäre.
Fonds streuen das Risiko deutlich besser als es der gewöhnliche Kleinanleger tun kann.
Beim Erwerb sowie während der Haltedauer fallen für den Anleger Kosten an. Dies ist zum einen der Ausgabeaufschlag, der beim Erwerb fällig wird und in Form eines Spreads zwischen Geldkurs und Briefkurs sichtbar ist. Der Ausgabeaufschlag liegt je nach Fonds zwischen Null und sechs Prozent. Darüber hinaus sind zur Entlohnung des Fondsmanagements laufende Verwaltungsgebühren zu entrichten, die direkt vom Vermögen des Fonds abgezogen werden. Sie betragen in der Regel ein bis zwei Prozent pro Jahr.
Obwohl Investmentfonds an der Börse handelbar sind, besteht nicht die gleiche Flexibilität wie bei Aktien. Der Kurswert eines Fonds wird nur ein bis zweimal pro Tag ermittelt. Dies ist ein recht aufwändiges Verfahren, da alle Vermögenswerte des Fonds einzeln auf ihren Wert hin geprüft werden müssen. Der Gesamtwert wird dann dividiert durch die Anzahl der Anteilsscheine um so den Kurs zu ermitteln.
Gegenüber Zertifikaten bieten Investmentfonds den Vorteil, dass bei einer Insolvenz des Emittenten die Einlagen der Anleger vor den Gläubigern geschützt sind, weil es sich bei einem Fonds in juristischer Hinsicht um ein so genanntes Sondervermögen handelt.
Dies beinhaltet auch regelmäßige Kontrollen durch die Bafin.
Das Spektrum an Fonds ist mittlerweile außerordentlich groß, so dass alle Anlageziele abgedeckt werden können.
Viele Fonds sind auch sparplanfähig, das heißt sie können benutzt werden, um langfristig mit regelmäßigen Einzahlungen ein Vermögen zu machen.
Investmentfonds werden regelmäßig von Rating Agenturen überprüft und bewertet. Wesentliche Kriterien sind hier das Risiko und die Ertragschancen sowie die Qualität des Managements und die Kosten die für den Anleger entstehen.
Investmentfonds sollten in keinem Depot fehlen, da sie ein praktisches Instrument zur Portfoliooptimierung darstellen und auch für Kleinanleger günstig zugänglich sind.