Die Entwicklung des Deutschen Aktienindex seit dem Jahr 2000
Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist das hierzulande am häufigsten herangezogene Börsenbarometer. In dem Index enthalten sind die dreißig wichtigsten deutschen Unternehmen. Wer wichtig ist, wird in regelmäßigen Abständen von der Deutschen Börse anhand verschiedener quantitativer Kriterien wie zum Beispiel der Marktentwicklung entschieden.
An dieser Stelle soll ein kurzes Resume hinsichtlich der Leistungen des Indexes in diesem Jahrtausend erfolgen.
Im März 2000 erreichte der Dax im Zuge einer allgemeinen Börseneuphorie erstmals einen Wert von über 8000 Punkten. Starke Kursgewinne insbesondere des Index Schwergewichts Deutsche Telekom, damals ein von der breiten Masse gefeierter Börsenstar, trugen zu diesem Wert bei und rückten die Börse verstärkt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.
Hochmut kommt vor dem Fall- dieses Sprichwort findet seine Richtigkeit auch in der folgenden Wertentwicklung des Blue Chip Indexes wieder. Im Zuge einer deutlichen Eintrübung der Wirtschaftslage in Deutschland und weltweit ging es von nun an bergab- eine Baisse wurde eingeleitet, die ihren vorläufigen Höhepunkt im Anschluss an die Terroranschläge des elften September in New York und Washington fand, als der Dax auf unter 4000 Punkte sank. Innerhalb von nur 18 Monaten hatte sich der Wert der deutschen Industrieunternehmen also halbiert.
Der Grund lag in einem schwachen makroökonomischen Umfeld und in den Terroranschlägen die einen regelrechten Ausverkauf nach sich zogen.
Nach diesem Ausverkauf folgte eine Atempause für die Anleger. Der Index erfreute durch einen Kursgewinn in Höhe von rund fünfundzwanzig Prozent bis zum Beginn des Jahres 2002. Diese Zwischenerholung kann im Nachhinein als Technische Reaktion auf die dramatischen Verluste im Vorfeld klassifiziert werden. Die eigentliche Baisse hingegen war keinesfalls beendet.
Das Jahr 2002 entpuppte sich als eines der schlechtesten in der Geschichte des Dax. Über Monate ging es ausschließlich abwärts. Gründe waren zum einen die schlechte Wirtschaftslage, zum anderen wachsende geopolitische Risiken, die sich insbesondere in einem drohenden Irak Krieg äußerten.
Die Abwärtsbewegung setzte sich bis ins Frühjahr 2003 hinein fort, als der Leitindex auf rund 2200 Punkte sank. Hier waren jedoch nicht nur die wirtschaftlichen und politischen Unwägbarkeiten der Grund. Auch die systematische Spekulation auf fallende Kurse insbesondere am Terminmarkt brachte die Notierungen zu Fall.
Von diesem Moment an folgte eine bilderbuchartige Aufwärtsbewegung, die sich, von einigen Rücksetzten und einer Seitwärtsbewegung im Jahr 2004 einmal abgesehen, bis in den Sommer des vergangenen Jahres fortsetzte und den Index auf Rekordhöhen knapp oberhalb von 8000 Punkten trieb. Im Anschluss daran folgte eine etwa sechsmonatige Seitwärtsbewegung, während der die Kurse zwischen 7400 und 8100 Punkten pendelten. Diese Handelsspanne wurde erst durch die jüngsten Kursverluste nach unten durchbrochen, die den Index im Zuge eines panikartigen Ausverkaufs, ausgelöst durch die amerikanische Immobilienkrise, auf unter 7000 Punkte drückten.
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