Commodity-Future
Der Begriff Commodity Future bezeichnet einen Warenterminkontrakt. Dabei wird am heutigen Tage ein Vertrag über die zukünftige Lieferung eines Rohstoffs geschlossen. Bestandteile des Vertrages sind Menge, Lieferdatum und Preis.
Läuft der Kontrakt dann aus, wird der Vertrag erfüllt. Das besondere ist, dass die Bezahlung erst am Ende erfolgt, obwohl der Preis schon bei Vertragsschluss fest steht. Es besteht also für beide Vertragsparteien eine Kursänderungsrisiko. Dies kann positiv oder negativ sein, wobei gilt, dass die Gewinne der einen Vertragspartei gleich der Verluste der Anderen sind.
In der Praxis werden solche Kontrakte über Warenterminbörsen gehandelt. Hier kann zwischen den Vertragsparteien nicht mehr über die Ausgestaltung verhandelt werden, weil die Kontrake hinsichtlich Menge, Preis und Lieferdatum standardisiert sind.
Commodity Futures können gekauft und verkauft werden, wobei ein Verkauf nicht mit der Notwendigkeit verbunden ist, den zu Grunde liegenden Wert auch zu besitzen. Eine Short Position stellt schlicht die Verpflichtung dar, den Basiswert am Fälligkeitsdatum zum festgelegten Preis zu verkaufen. Das Risiko für den Inhaber dieser Position, die auch Short Position genannt wird, besteht darin, dass am Lieferdatum der Preis des Basiswertes höher ist als am Tag der Eröffnung der Position. Dann muss der Rohstoff zum Tageskurs gekauft werden und dann an den Käufer zum Erfüllungskurs geliefert werden, was zu einem Verlust führt.
Merkt der Inhaber einer Short Position während der Laufzeit des Kontraktes, dass ihm das Risiko zu hoch wird, geht er eine Kaufposition auch Long Position genannt , ein und verhindert so weitere Kursverluste.
Dieses Prinzip liegt allen Terminbörsen zu Grunde. Die Vertragspartner kennen sich auch in der Regel nicht, weil alle Geschäfte mit der Clearingstelle der Warenterminbörse zustande kommen.
Mit Warenterminkontrakten ist es möglich, Preisrisiken zu eliminieren.